Café politique

Café politique - der Raum für meine Gedanken zu aktuellen politische Themen...

 

 

zur Energiestrategie 2050

 

Interview in der Zeitschrift «Akzente»

@  das Interview im PDF

 

 

 

zum 1. August

 

Rede zum Nationalfeiertag in Wynigen

@  die Rede im PDF

 

 

zu Mühleberg - oder Gösgen, Beznau und Co.

 

Die Initiative «Mühleberg vom Netz» verlangt, dass der Kanton als Mehrheitsaktionär der BKW dafür sorgt, dass das Atomkraftwerk (AKW) Mühleberg sofort ausser Betrieb genommen wird. Den Hintergrund dieser Initiative bilden die Ereignisse in Fukushima. Die erste Betroffenheit nach der Reaktorkatastrophe ist abgeklungen, die Kundgebungen sind verstummt. Auch im Grossratssaal sind die politischen Ausstiegsforderungen der ersten Stunden vagen Formulierungen gewichen.

 

Die Ereignisse in Japan stehen sinnbildlich für die Grenzen der Kalkulation von technischen und natürlichen Risiken. Es waren nicht die direkten Wirkungen des Erdbebens und des Tsunamis, die zur Katastrophe führten. Die Notstromaggregate wurden vom Wasser der Flutwellen ausser Betrieb gesetzt. In der Folge kam es in drei Reaktoren zur Kernschmelze. Wären die Notstromgeneratoren nicht im Erdgeschoss sondern im ersten Stock aufgebaut worden, hätte die Katastrophe verhindert werden können. Es sind Details, die bei dieser Technologie eine unkontrollierbare Wirkung entfalten können.

 

Das AKW Mühleberg weist eine Menge ähnlicher Mängel auf. Die Notstromaggregate im AKW Mühleberg sind für den Fall eines Dammbruchs des Staudammes nicht vor einer Überflutung geschützt. Es fehlt weiter eine von der Aare unabhängige Kühlleitung. Zudem befinden sich alle Notkühlpumpen im Keller unterhalb eines mit Wasser gefüllten ringförmigen Reservoirs, was die Pumpen bei Lecks überfluten könnte.