Positionen

Energie und Umwelt

 

Die Atomkraftwerke müssen schnellstmöglich vom Netz. Das Risiko einer Havarie und die Schuld, unseren Nachkommen nicht entsorgungsfähigen atomaren Müll zu hinterlassen, können wir nicht weiter tragen. Der Ausstieg darf aber nicht mit schmutzigen fossilen Importen bezahlt werden. Deshalb braucht es den bewussten Umstieg auf erneuerbare Energien. Die Alternativen liegen bereit. Der Weg zu einer 2000-Watt-Gesellschaft wird über mehr Zurückhaltung und einen sorgfältigeren Umgang mit endlichen Ressourcen führen.

 

 

Mobilität

 

Die Mobilität der Schweizer Bevölkerung  wächst weiter. Gemäss dem Mikrozensus Mobilität 2010 legt eine Person in der Schweiz täglich im Mittel 37 km zurück. Dabei entfallen zwei Drittel der Tagesdistanzen auf den motorisierten Individualverkehr. Wir sind gefordert, unsere Mobilitätsbedürfnisse zu reduzieren und auf intelligentere Formen der Mobilität umzusteigen. Zudem müssen Arbeitsplatz und Wohnraum näher zusammenrücken.

 

 

Raumplanung

 

Die Zersiedelung der Schweiz breitet sich weiter aus. Jede Sekunde wächst die Siedlungsfläche um fast einen Quadratmeter, jeden Tag um zehn Fussballfelder, jedes Jahr um etwa die Fläche des Bielersees. Um diese Entwicklung zu bremsen, brauchen wir mehr Kompetenzen und Grenzwerte in der Raumplanung. Siedlungsgrenzen dürfen sich nicht weiter ausdehnen und vorhandene Siedlungsstrukturen müssen stärker verdichtet werden. Der Raum ist eine endliche Ressource, deren Verbrauch begrenzt werden muss.

 

 

Bildung

 

Eine Gesellschaft, die bei der Bildung spart, handelt nicht weitsichtig. Unser wichtigster "Rohstoff" braucht beste Bedingungen - gerade auch für die Lehrkräfte. Denn die Schulen übernehmen immer mehr Erziehungs- und Integrationsaufgaben. Deshalb braucht es keine grösseren Klassen, sondern gute Arbeitsbedingungen und unterstützende Angebote (Schulsozialarbeit, individuelle Förderung, Zivildienstleistende als Unterstützung der Lehrkräfte, etc.).

 

 

Soziales

 

Eine prosperierende Gesellschaft bedarf der Solidarität zwischen Arm und Reich. Das Existenzminimum jedes Menschen muss gesichert sein. Über die finanzielle Unterstützung hinaus, braucht es jedoch Beratungsangebote, die Hilfe zur Selbsthilfe anbieten. Die Sozialhilfe soll Anreize schaffen, die Eigeninitiative und Eigenverantwortung fördern. Sie soll langfristig die soziale und berufliche Integration und ein menschenwürdiges Leben garantieren.